BREMGARTEN - Der Verein Kultopia unterstützt das alternative Kulturzentrum
Vom Berg hinunter nach Bremgarten: Der Verein Kultopia - der jeweils das Peace-Mountain-Festival organisiert - führt am 6. März eine Freiraumparade zugunsten des KuZeB durch.
In den letzten Wochen geriet das autonome Kulturzentrum Bremgarten (KuZeB) unter Druck, weil es der Stadtrat unter das Gastgewerbe-Gesetz stellen möchte. Der Trägerverein befürchtet, durch die damit verbundenen behördlichen Massnahmen würde der bisherige kulturelle Betrieb in der ehemaligen Kleiderfabrik verunmöglicht. Zudem führt er aus, dass er als nichtkommerzieller Betrieb kein Geld für die notwendigen baulichen Massnahmen, die der Stadtrat von ihm verlangt, habe.
Nun gibt es Support vom Berg. Der Verein Kultopia, dahinter verbirgt sich das Friedlisberger Open Air Peace Mountain, will seine Solidarität mit dem KuZeB ausdrücken. Denn: «Ohne die breite Unterstützung des Vereins KuZeB wäre das Peace-Mountain-Festival wohl kaum so zustande gekommen, wie es heute weitherum geliebt wird», schreibt Kultopia in einer Mitteilung.
Die Kundgebung soll nicht eine simple Demonstration sein, sondern ein lustvoller, bereichernder Anlass. So beginnt die Solidaritätsaktion am 6. März um 14 Uhr mit einem Konzert auf dem Stadtschulhausplatz. Um 16 Uhr wird ein Umzug einer fahrenden Bühne durch die Stadt starten, um etwa nach einer Stunde wieder auf dem Stadtschulhausplatz einzukehren. Dort wird bis ungefähr um 20 Uhr weiter Live-Musik zu hören sein. Am Abend soll das Fest dann mit Konzerten im KuZeB weitergehen. «Nehmt Feststimmung, Tanzbeine und Musikinstrumente mit», formuliert es Kultopia auf einem Flyer, «das KuZeB soll weiterleben, so oder so . . .»
Wichtige soziale Funktion
Das KuZeB habe seit mehr als 10 Jahren aus einer dem Verfall überlassenen Industrieruine einen gemeinsamen Raum für ein vielseitiges kulturelles Leben geschaffen, führt der Vorstand von Kultopia in seinem Schreiben aus. «Der Verein KuZeB übernimmt auch eine wichtige soziale Funktion für die Region. Engagement, Verantwortungsbewusstsein, Kreativität, soziale Kompetenzen und Offenheit für verschiedene Welten sind hierzulande nicht gerade dominierende gesellschaftliche Qualitäten, können sich jedoch während des gemeinsamen Gestaltens solcher Freiräume gut entwickeln», heisst es weiter im Text. Und: «Das KuZeB betreibt kein Gast-Gewerbe. Es ist zwar gastlich, aber kein Gewerbe!» endet der Flyer. (sv)
Quelle: Aargauer Zeitung vom vom 3. März 2004
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