Der musikalische Frieden bleibt erhalten auf dem Berg

FRIEDLISBERG · Schon bald beginnt der Aufbau für die diesjährige Auflage des Peace-Mountain-Open-Airs

Das Peace-Mountain-Festival sprüht stets vor Kreativität, getragen von Leuten, die sich für einen Traum einsetzen. Auch wenn er nur fünf Tage dauert.

Nicht weniger als 14 Gruppen spielen am Freitag- und Samstagabend auf dem Peace Mountain. Schon am Mittwoch davor geht es los mit dem Kindernachmittag und am Donnerstagabend steht neu ein Film-Abend auf dem Programm. Den Abschluss am Sonntag macht wie gewohnt der Jazzbrunch. Und das alles gibt es für 35 Franken, ohne Sponsoren.

Alle Peace-Mountain-Besucher wissen: Unbezahlbar ist die mitgelieferte Ambiance. Zelte, Aussichtsturm, Bars, Windspiele und Lichtinstallationen dienen nicht einfach einem Zweck auf dem Friedlisberg, sie sind in langer und liebevoller Arbeit zu der einzigartigen Fantasielandschaft zusammengefügt, die zusammen mit der Natur und der Musik aus dem Peace Mountain ein Gesamterlebnis machen.

Was Peace-Mountain-Besucher auch wissen: Das musikalische Angebot ist garantiert breit. Noch vor der Musik bringt der neue Donnerstags-Film (22. 8.) ein bisschen Exotik auf den Friedlisberg: «boulot gagne pains - ein Film über das tägliche Brotverdienen in Ouagadougou», Filmemacherin Andrea Billeter ist anwesend. Am Kindernachmittag davor ist ebenfalls ein spezieller Gast dabei: Der Oltner Liedermacher Christian Schenker sorgt dafür, dass auch die Kleinen zwischen Ponyreiten und Schminkstübli zu ihrem richtigen Konzert kommen.

Folklore und Hardcore

Das musikalische Programm auf der Hauptbühne spannt den Bogen am Freitagabend (23. 8.) über die Must-Stile von Irish Folk («An Lár») über Ska («Elvis Jackson») und Hardcore («Prejudice») zu Rock («Flower»). Auf der Zeltbühne geben die Songwriter Bourbines das Mikrofon dem Reggaemusiker Dixkson in die Hand und dieser den Indie-Rockern von «Lost Age Art».

Am Samstag (24. 8.) steht viel Musik auf dem Programm, die für die Beine mindestens so geeignet ist wie für die Ohren. Die Funky Boys des (Zürcher) Caffécorretto bieten explosives Selbstgemachtes und die Salsatruppe «Orquesta Afincando» legt feurig nach. Auch Ska muss wieder dabei sein, diesmal mit «Skalariak». Umrahmt werden sie von den Fast-schon-nicht-mehr-Newcomern Chrysalis ganz am Anfang und von «Bubble Beatz» ganz am Schluss der Nacht. Sie machen ihren Trash Drum ’n’ Bass nicht etwa mit Seifenblasen, sondern mit allen möglichen Geräten, die eigentlich nicht zum Musikmachen gedacht wären. Unter dem Sarasanidach wechseln Blues, Rock und Didgeridoo. Selbstverständlich bleibt der Frieden an beiden Abenden auch nach dem letzten Konzert erhalten und Partyklänge laden zum Weitertanzen.

Festen Boden unter den Füssen

Die beiden vergangenen Auflagen haben von gutem bis bestem Wetter profitiert. Doch um dem Open Air eine verlässlichere organisatorische Grundlage zu geben, haben die Macher den Trägerverein Kultopia reaktiviert. Schlussendlich sind es aber nicht die Statuten, die das Open Air am Leben erhalten, sondern wenn sich die Macher reinhängen und sagen: «Auf dass die Windräder weiterdrehen.» (ph)

Informationen und Hörproben auf: www.peacemountain.ch; kein Vorverkauf.

Quelle: Aargauer Zeitung vom 13. August 2002


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