Das bisher erfolgreichste Openair

Auf dem Friedlisberg fand am Wochende das «Peace Mountain» statt.

Das diesjährige Peace Mountain Openair wurde von über 6000 begeisterten Zuschauern gefeiert. Neben den Bands war vor allem der Einsatz und der Idealismus der Organisatoren Garant für den Erfolg.

Einfallsreichtum, Kreativität und eine gute Prise Idealismus sind das, was das Peace Mountain Openair von anderen unterscheidet. Kenner der Openair-Szene wissen dies schon länger. Aber was die Peace-Mountain-Crew dieses Jahr auf die Beine gestellt hat, ist kaum beschreibbar. Angefangenbeim Sarasani-Zelt, wo sich bereits am Mittwochnachmittag Hunderte von Kindern lautstark an der Band Sterneföifi erfreuten und von dessen Turm man eine herrliche Aussicht über das ganze Gelände geniessen konnte. Von dort oben konnte man die Fülle verschiedenster bunter Stände, Lichtinstallationen und Dekorationen halbwegs überblicken. Feuer und Finnenkerzen brannten, eine gigantische Spiegelkugel warf Sterne über das Gelände, und in einer riesigen Pyramide reflektierten sich farbige Projektionen.

Spektakuläre Shows und «Machs dr sälber»

Dies alles bot einen würdigen Rahmen sowohl für die Bands wie auch das Publikum. Die Musiker von Red Shamrock setzten bereits am Freitag einen ersten Höhepunkt mit ihren filigranen irischen Volksliedern. «The Scrucialists» und «Tempo al Tempo» heizten dem Publikum mit ihrem fetten Hiphop-Ska endgültig ein. Abschluss des Abendprogramms bildeten «Elxt90» mit ihrer spektakulären und feurigen Show. Am Samstag durften sich die Besucher auch selber betätigen. Diverse Workshops boten sich dazu an. Das diesjährige Motto «Machs dr sälber» wurde im Visionen-Zelt tatkräftig umgesetzt, wovon verschiedenste Kunstwerke zeugten.

«No Authority» wollte gar nicht mehr von der Bühne

Musikalisch begann der Tag mit Peter Sarbach. Der Berner Mundartsänger eroberte die Herzen seiner Zuhörer mit musikalischen Kleinoden und gefährlichen Dressurnummern. Auch die weiteren Bands begeisterten. Die Deutsche Ska-Combo No Authority schien die Bühne gar nicht mehr verlassen zu wollen, so gut gefiel es ihm auf dem Friedlisberg. Das Publikum forderte Zugabe um Zugabe. Zum Tanz bis tief in die Nacht lud die britische Kultband Ozric Tentacles. Die Virtuosität ihrer Songs steht jenseits jeder Beschreibbarkeit. Und für alle, die immer noch nicht genug hatten, legten die DJs von Traktor Schalllabor ihre Beats auf. Die Leute tanzten noch lange, nachdem die Sonne aufgegangen war. So ergab sich ein nahtloser Üibergang zum Jazz Brunch mit dem «Slowfinder Trio» am Sonntagmorgen.

Das Openair Peace Mountain hat sich in den letzten acht Jahren einen sehr guten Ruf zugetan, der weit reicht. Jedenfalls waren die verschiedensten Dialekte unter den Besuchern zu hören, beim Aufbau half sogar ein deutscher Zimmermann auf der Walz mit. Dieses Jahr wurde das Openair seinem Ruf erneut gerecht und kriegt das Prädikat «Kult» verliehen.

--vb

Quelle: Aargauer Zeitung vom vom 26. August 2003


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