Mystisch, verspielt, einfach anders

Vom 23. bis 25. August findet das Openair «Peace Mountain» statt.

Keine Sponsoren und keine kommerziellen Ziele, dafür eine mit viel Liebe zum Detail gestaltete Arena am Waldrand und jede Menge gute Musik: Das sind die Grundzüge des «Peace Mountain»-Openairs. Selbst die Kinder kommen auf ihre Kosten.

Erika Obrist

«Das 'Peace Mountain' ist ein Festival, das auf einem Traum basiert; dem Traum einer Welt, in der viele Welten Platz finden.» So steht es auf www.peacemountain.ch, der Homepage der Macher des Openairs auf dem Friedlisberg.

Dutzende junger Leute stecken Jahr für Jahr einen grossen Teil ihrer Freizeit in diesem Traum. Sie dekorieren die Wiese am Waldrand mit viel Liebe zum Detail. Sie richten mystische Windspiele ein, tauchen den Wald in ein einmaliges Farbenspiel, erstellen alle Bauten auf dem Areal selber und sorgen so für Ambiance, die man kaum an einem anderen Openair findet. Eine ganz spezielle Ambiance eben, die bei jedem «Peace Mountain» mehr Leute anlockt.

Fast nicht zu glauben, dass die jungen Leute es immer wieder schaffen, zehn Bands und mehr zu engagieren ohne jede Sponsorenunterstützung. Auf diese Gelder verzichten die Veranstallter bewusst, den sie wollen auf alle Seiten unabhängig bleiben.

«Häxesaft mit Zouberchraft»

Wer nun galubt, dafür müsste das Publikum tiefer in die Tasche greifen als an anderen Orten, der irrt. Der Eintrittspreis ist tiefer als an vergleichbaren Openairs, Essen und Getränke gibts so günstig wie nirgens sonstwo. Dies ist nur möglich, indem die Helferinnen und Helfer Fronarbeit leisten und dass kein Gewinn angepeilt wird. Für diese Haltung hat das «Peace Mountain»-Team den Freiämter Sozi-Preis 2001 erhalten.

Auch diesmal gehört der Auftakt des Openairs ganz den Kindern. Am Mittwoch, 21. August, finden sie von 13.30 bis 17 Uhr auf dem Openair-Gelände fast alle vor, was Kinderherzen erfreut: einen Märchenwagen, ein Trampolin, Ponyreiten, sie können malen, basteln, sich schminken oder sich an den Blasio-Objekten üben. Zur stärkung werden Kuchen, Kaffee, Tee und Crêpes angeboten. Ein unvergessliches Erlebnis für die ganze Familie.

Und dann wartet noch eine Attraktion auf die Kleinen (und Grossen): Der Oltener Liedermacher Christian Schenker tritt auf. Bekannt geworden ist er durch seine CD «Häxesaft mit Zouberchraft». Schenker schreibt seit vielen Jahren Lieder für Kinder. Er hat ein Gespür dafür, was Kinder bewegt oder zum Lachen bringt.

Die Fans der unterschiedlichsten Musikstile beginnen das Festival am Freitag, 23. August. Ab 19 Uhr treten auf der Hauptbühne «An Lár» auf (Irish Folk), «Elvis Jackson» (Ska Punk), «Prejudice» (Hardcore) unf «Flower» (Rock). Auf der Bühne im Sarasanizelt spielen «Bourbines», «Numruk», «Dixkson» und «Lost Age Art». An der Nachtbar gehts mit «Subway Residents» groovig zu.

«Sounds auf zwei Bühnen»

«Chrysalis» macht den Auftakt am Samstag, 24. August, auf der Hauptbühne. Sie, die am Tag vorher in Fischbach-Göslikon engagiert sind, gehören zu den Newcomern des Jahres und bieten wunderschöne Melodien, die gleich ins Ohr gehen. Dann folgt «Caffécorretto», die bereits viele Auftritte in und um Zürich hatten. Das 13-köpfige Salsaorchester «Orquestra Afincando» ist etwas vom Feinsten, das man sich unter einer musikalischen Formation vorstellen kann. Nach «Skalariak» folgt auf der Hauptbühne «Bubblebeatz».

Auf der Bühne im Sarasanizelt tretten am Samstag «4 Handful Of Blues», «Dif & Roll» und «Pleasure Dom» auf. An der Nachtbar sind «Intro by Phat Cab», «Night Session by Kilian & Ramon» sowie «Nico & Rino» zu hören.

Jazz-Brunch zum Ausklang am Sonntag

Am Sonntag ab 10 Uhr klingt das Openair mit dem Jazz-Brunch ruhig aus. Eine Liveband sorgt für ausstellende Klänge, die Küche für das Magenvergnügen.

Auf dem Gelände sind neben den Zeltmöglichkeiten und den Musikbühnen sebstverständlich diverse Stände aufgebaut, an denen man sich verpflegen kann. Im Angebot sind ein Früchte- und ein Crêpestand, eine Turmbar, der Tequillahut sowie die Küche, die jedes Jahr mit einigen Üiberraschungen aufwartet.

Quelle: Bremgarter Zeitung vom 30. Juli 2002


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