Friedlisberg Keine grosse Werbung, kein illustres Bandprogramm und doch ein gelungenes Festival
«Die Diskussionen über ein kleineres Open Air sind über den Haufen gebaut», gaben die Organisatoren nach dem Aufbau auf ihrer Homepage bekannt. Trotz der umfangreichen Bauten wurde das Ziel eines familiären Festivals aber erreicht.
Voll gestopft mit erwartungsvollen Peace-Mountain-Fans fuhr der Gratisbus am Samstag seinen Kurs, dahinter zahlreiche Autos mit weiteren Besuchern. «Wir wollen weniger Leute, wir wollen wieder ein familiäres Open Air sein», hatte das OK von Peace Mountain im Vorfeld des Festivals verkündet. Obs weniger Besucher waren als letztes Jahr, ist ziemlich schwierig zu beurteilen (das OK war am Sonntag für genaue Zahlen nicht erreichbar), familiär, gemütlich und friedlich gings auf jeden Fall zu und her. Ein grösseres Gedränge oder längere Kolonnen gabs nirgends, das weitläufige Gelände «schluckte» die Besucher problemlos. Die vielen fantasievoll gestalteten Bauten gaben dem Open Air ein eigenes Gepräge, schafften speziell in der Abenddämmerung eine spezielle Atmosphäre.
Jede band eine Überraschung
Bewusst hatten die Organisatoren im Vorfeld des Festivals kein Bandprogramm bekannt gegeben, so war jeder Auftritt eine Überraschung fürs Publikum. «Wer das Peace Mountain kennt und liebt, der weiss, dass wir immer ein abwechslungsreiches Musikprogramm haben», schrieben die Organisatoren auf ihrer Homepage. Und sie sollten Recht behalten: Die Musikfans aller Altersstufen kamen auch ohne gross angekündigte Stars im Line-up auf den Berg, genossen die Auftritte und machten dazwischen selber Musik. Am Samstag fand erstmals eine grosse Besucher-Jam-Session statt.
Selber machen konnte man auch sein Essen, die Gelegenheit zum Bräteln und Kochen wurde auch rege genutzt. Vor allem in den kühlen Abendstunden waren die Plätze um die Feuerstellen sehr beliebt.
Zu hoffen bleibt, dass die Organisatoren nach dem Aufräumen die Motivation finden, nächstes Jahr wieder ein Peace Mountain auf die Beine zu stellen - der Region würde sonst ein spezielles Festival fehlen.
Quelle: Mittelland Zeitung vom vom 23. August 2004
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